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Konstanz will Thurgauer Outlet-Center verhindern

Erstaunt und mit grosser Entrüstung hat der Thurgauer Gewerbeverband zur Kenntnis genommen, dass die Stadt Konstanz gegen den Gestaltungsplan des Outlet-Centers Edelreich in Wigoltingen Einsprache erhoben hat. Offenbar befürchtet man, dass die Schweizer nicht mehr so zahlreich im erst kürzlich erstellten Lago in Konstanz einkaufen werden. Es ist eine Tatsache, dass viele Geschäfte in Konstanz vom Einkaufstourismus der Schweizer leben. Dass dies in der Stadt zu einer entsprechenden Verkehrsbelastung führt, nimmt man offenbar gerne in Kauf. Wenn nun die Kundschaft wegbleibt, weil sie in Wigoltingen einkauft, führt dies doch eher zu einer Verkehrsentlastung, als der von den Konstanzer Behörden befürchteten Zunahme mit dem Bau des Outlet-Centers.Für den Thurgauer Gewerbeverband ist es klar und deutlich: Der Konstanzer Oberbürgermeister Horst Frank, als Exponent der Einsprache möchte verhindern, dass die Schweizer Kundschaft wieder vermehrt im eigenen Land einkauft. Es ist stossend, wenn die Stadt Konstanz mit ihrer Einsprache in wirtschaftspolitische Anliegen des Thurgaus eingreift. Dabei stellt sich nicht einmal die Frage, ob sie dazu legitimiert ist oder nicht. Nur schon das Vorgehen erachten wir als unklug und trägt nicht zur Förderung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit bei. Der Thurgauer Gewerbeverband unterstützt das Projekt für das Outlet-Center Edelreich in Wigoltingen. Es ist mit der Anbindung an die Autobahn verkehrstechnisch gut erschlossen. Mit einem Investitionsvolumen zwischen 180 und 200 Millionen Franken fördert es die wirtschaftliche Entwicklung in der Region in erheblichem Masse. Zudem haben die Erfahrungen beim Outlet-Center in Landquart gezeigt, dass sich der Bau und Betrieb sehr positiv auf das einheimische Gewerbe und die Gastronomie ausgewirkt hat. Aufgrund dieser Ausführungen erachtet es der Thurgauer Gewerbeverband als angebracht, dass die Stadt Konstanz ihre Einsprache zurück zieht.